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Ein Besuch im Hobbiton

von Andrea Wegner, Kitznkatz Europa e.V.

Hallo liebe KitznKatz Freunde. Ich möchte Euch mal einen kleinen Einblick darüber geben, was in dem Cat Refuge Center "Hobbiton" auf Fuerteventura so los ist. Viele von Euch kennen ja die ehemalige Heimat Eurer Samtpfoten gar nicht. Das Hobbiton liegt in einem kleinen Dorf im Landesinneren der Insel.



Was passiert, wenn man durch das kleine Tor geht, seht Ihr hier.



Die Freigänger unter den Miezen kommen von allen Seiten und man wird belagert. Absoluter "Kuschelalarm"



Genau das ist einer dieser Momente, in denen ich genau weiss, warum ich mich im Tierschutz engagiere. Wenn mich in diesem Moment jemand fragen würde, warum ich das mache, dann würde ich nur sagen: "Schau einfach hin, dann verstehst Du es." Nach dieser herzlichen Begrüßung der "Pelzgesichter" können wir nun auch Nicola begrüßen und unsere Mitbringsel auspacken. Medikamente, Spielzeug, usw. sind natürlich immer willkommen.

Werner ist schon wieder unterwegs. Ein paar von den Bewohnern müssen zum Arzt, Flohmarktartikel müssen von den Spendern abgeholt werden und auf dem Flughafen warten noch ein paar leere Boxen. Das ist eben Alltag hier. Währenddessen sind hier schon fleißige Helfer der Beiden dabei, die Gehege zu säubern, zu putzen, usw. Nicola und ich machen uns an die Arbeit, viele neue Schützlinge zu fotografieren, damit wir sie ins Internet setzen können. Das erfordert Geduld, denn in den Gehegen werden wir auch freudig empfangen und alle wollen ihre Streicheleinheiten. Also habe ich mal den Schwanz und mal den Kopf auf dem Bild. Aber irgendwann klappt es dann doch immer.Auch wenn alle Katzen hier gut versorgt werden, jede von ihnen wünscht sich ein richtiges Zuhause bei lieben Menschen. Wer will schon ewig im Käfig leben.



Die Jungkatzen sind im Haus von Nicola und Werner untergebracht, da sie besondere Pflege brauchen. Nicht zu vergessen die armen Geschöpfe die den Rest ihres Lebens hier verbringen, sei es weil sie chronisch krank sind oder zu alt, oder auch so sehr von Menschen misshandelt wurden, dass sie kein Vertrauen mehr haben und nicht vermittelbar sind.

Also wenn ihr mal einen Euro übrig habt, macht doch für sie mal eine kleine Spende, denn wir möchten sie natürlich optimal versorgen und die regelmäßigen Arztbesuche reißen immer große Löcher in unser Budget. Dann schaue ich mir noch die Glückspilze an, die mit uns den Heimflug nach Deutschland antreten werden. Den anderen muss ich versprechen, das wir auch für sie einen eigenen "Dosenöffner" finden werden ;)))) Immer wider klingelt das Telefon. Touristen haben eine verletzte Katze gefunden, ein anderer Babys in einem Karton und ein deutsches Paar möchte 2 Katzen adoptieren.

Wie gesagt, das ist Alltag hier und der Tag müsste 12 Stunden länger sein um alles zu schaffen. Insgesamt hat sich das Bild der Strassen und Hotelkatzen auf der Insel deutlich verbessert. Dank der jahrelangen Tierschutzarbeit und jährlichen Kastrationsaktionen, wurde die Flut der Katzenbabys eingedämmt und in den Hotels sind gesunde wohlgenährte Katzen die man an der Kerbe im Ohr erkennt und die regelmäßig kontrolliert werden. Es gibt Futterplätze und all das zeigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Ich hoffe, Sie helfen alle weiter mit, wir bleiben dran.

Am Abreisetag treffen wir uns dann mit Werner auf dem Flughafen um unsere "kuschelige Fracht" einzuchecken, was immer problemlos verläuft und ab geht`s diesmal für 6 Miezen in ein neues Leben. Ich hoffe, Ihr habt jetzt einen kleinen Eindruck von der Arbeit im Hobbiton bekommen und wenn ihr mal auf der Insel seid, schaut doch mal vorbei.

Andrea Wegner